Das Weltkulturerbe der Psychonautik
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Das Weltkulturerbe der Psychonautik
Bei genauer Betrachtung der Gegebenheiten ist festzustellen, dass immer mehr Menschen durch die wachsenden Auswirkungen des illegalen Drogenhandels sowie der Politik, welche diesen zu kontrollieren versucht, beunruhigt sind. Die globale Entwicklung zeigt, dass der von der von den Vereinten Nationen eingeschlagene Weg zur Drogenkontrolle gescheitert ist. Die Vereinten Nationen sind aufgerufen, folgende Überlegungen und die daraus abgeleiteten Vorschläge in Erwägung zu ziehen.
Es wird festgestellt:
- dass in den meisten Ländern versucht wird, die internationalen UNO-Drogenkonventionen von 1961, 1971 und 1988 zur Drogenkontrolle voll anzuwenden;
- dass diese Versuche sich als erfolglos erwiesen haben, was das Unterbinden des illegalen Drogenhandels betrifft;
- dass diese Versuche nicht selten zu einer Zunahme des Drogenhandels führen;
- dass diese Versuche schädliche und kontraproduktive Auswirkungen haben;
- dass die schwächsten Glieder der Drogenhandelskette (die Drogenkonsumenten, Kleinkuriere und die ländliche Bevölkerung in Zonen mit illegalen Anpflanzungen) unverhältnismäßig stark unter den negativen Konsequenzen von Drogenkontrollmaßnahmen zu leiden haben.
Unter den negativen Konsequenzen sind zu erwähnen:
- Verletzung der grundlegenden Menschenrechte der schwächsten Glieder der Drogenhandelskette (ökonomische, politische, kulturelle Rechte und das Recht auf Gesundheit);
- Manipulation von Informationen durch Organisationen der Vereinten Nationen wie die Weltgesundheitsorganisation, die durch einzelne Mitglieder hierzu genötigt wurde;
- Verletzung der nationalen Souveränität von Vertragsländern der UNO-Konventionen und ganz speziell der sogenannten drogenproduzierenden Länder;
- Zerrüttung des Rechtsstaates durch die Zunahme von Willkür und Korruption und durch die Schaffung von nationalen und internationalen Kontrollorganen, welche der demokratischen Kontrolle entrinnen;
- Das Verschwenden von Geldern für die Repression. Diese Gelder würden besser eingesetzt für zweckmäßige Aufklärungs-, Präventions-, Schadenminimierungs- und Therapieprogramme.
Aus diesem Grund sind diese Drogenkontrollmaßnahmen als ineffizient und nutzlos zu klassifizieren, da sie ein großes Hindernis zur Einführung von neuen Strategien, um das Problem sowohl auf globaler wie auf lokaler Ebene anzugehen, darstellen. Es ist zu befürchten, dass die Verstärkung der aktuellen Politik zu einer Verschlechterung der Drogensituation beiträgt und zunehmend die Glaubwürdigkeit dieser Politik in der breiten Öffentlichkeit im allgemeinen schwindet.
Drogenpolitik muss sich den Prinzipien einer guten Regierungsführung unterordnen, wie sie in den universalen Menschenrechtserklärungen, in der Konvention über Biodiversität und in anderen internationalen Abkommen zugrunde gelegt sind. Insbesondere sind die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Rechte sowie das Recht auf kulturelle Vielfalt für alle Individuen zu garantieren. Deshalb wird hier den Regierungen der Welt vorgeschlagen, die Vereinten Nationen dazu aufzufordern, das Politikfeld »Drogenkontrolle« respektive »Umgang mit psychotrop wirkenden Substanzen« der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Suchtstoffkommission (UNODC) zu entziehen und der Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) anzuvertrauen.
Des näheren Verständnisses wegen sind vor der eigentlichen Begründung an dieser Stelle einige grundlegende Begriffserläuterungen zum Thema »Psychedelik und Psychonautik« aufgeführt, gefolgt von Ausführungen zum Thema »Weltkulturerbe«. Anschließend folgen Erläuterungen zur »Psychonautik als Weltkulturerbe« mit der Begründung der oben aufgeführten Forderung, damit die Überlieferung des psychonautischen Weltkulturerbes gewährleistet werden kann.
Inhaltsverzeichnis |
Psychedelische Zustände und Psychonautik
Psychedelisch bezeichnet einen manchmal euphorischen Trance-, Rausch- oder Meditations-Zustand oder -Eindruck des Bewusstseins bzw. der Sinne, der sich durch eine Vermischung von Sinneseindrücken bzw. Sinneserlebnissen auszeichnet und oft auch als bewusstseinserweiternd beschrieben wird. Der Begriff psychedelisch setzt sich aus griech. psyché (Seele)) und griech. dẽlos (offenkundig, offenbar) zusammen, bedeutet somit wörtlich Seele hervorbringend, also einen Zustand, in dem die Seele offenbart wird. Der Begriff psychedelisch wurde 1956 vom britischen Psychiater Humphery Osmond in Zusammenarbeit mit dem britischen Schriftsteller Aldous Huxley geprägt. Beide Männer suchten nach einem Wort für eine neue Art von Drogenwirkung auf die Seele.
Psychedelische Zustände werden häufig durch psychotrop wirkende Substanzen hervorgerufen, sind aber auch durch Meditation, Musik, Trancetanz bzw. im weitesten Sinn durch Selbsthypnose zu erreichen. Praktiken, die zu psychedelischen Bewusstseinszuständen führen, sind in fast allen Kulturen zu finden. Bekannte Beispiele sind die Dhikr-Zeremonien der Sufis, der Gebrauch der Friedenspfeife, aber auch der Gebrauch psychotroper Substanzen wie LSD, DMT, Psilocybin (Zauberpilze) oder Meskalin (Peyote-Kaktus). Die Bedeutung des Peyote-Gebrauchs für die indigene Kultur hat beispielsweise die nationale mexikanische UNESCO-Kommission bereits erkannt und den Huichol Pilgerpfad entlang der heiligen Stätten Huiricuta sowie dieselben im Jahr 2004 in die Vorschlagsliste (Tentative List) für das Weltkulturerbe aufgenommen.
Bewusstseinserweiterung ist ein Begriff, der auf sehr unterschiedliche Weise verwendet werden kann. Er bezeichnet zum einen eine über das alltägliche Bewusstsein hinausgehende Erfahrung, die aus einer Veränderung des Bewusstseinszustandes oder dem Erleben einer größeren Einsichts- oder Wahrnehmungsfähigkeit besteht. Es wird von Phänomenen berichtet, die vom Erlebenden als außersinnliche Wahrnehmung oder außerkörperliche Erfahrung, bzw. als Erfahrungen der Ich-Entgrenzung (mit Gefühlen der Grenzenlosigkeit und der All-Einheit) beschrieben werden. Die heutige Naturwissenschaft betrachtet bewusstseinserweiternde Erfahrungen als subjektiv, weil sie derzeit zumeist noch nicht einer wissenschaftlichen Untersuchung zugänglich sind. Das eigentliche Verlangen bei einer Bewusstseinserweiterung konzentriert sich auf ein inneres Erlebnis, auf einen Rausch oder eben auf ein verändertes Bewusstsein. Bewusstsein kann man dem ursprünglichen Sinn des Wortes nach nicht erlangen, da der Begriff Bewusstsein vielmehr einer Tätigkeit als einer Sache entspricht. Bewusst sein ist eine Tätigkeit. Das Wort bewusst stammt von dem nicht mehr gebräuchlichen Verb bewissen ab, was soviel bedeutet wie sich zurechtfinden oder um etwas wissen. Unter Bewusstsein versteht man einerseits den Zustand geistiger Klarheit, anderseits die Gesamtheit der psychischen Vorgänge, durch die der Mensch der Außenwelt und seiner selbst gewahr wird.
Die Psychonautik ist das Erforschen der eigenen Psyche und des Unterbewusstseins, meist mit Hilfe von bewusstseinserweiternden Techniken wie Meditation oder Gebrauch psychotrop wirkender Substanzen in einem geeigneten Rahmen. Der Begriff Psychonautik, der in der Szene der Bewusstseinsforscher, die den Einsatz psychoaktiver Substanzen im Rahmen ihrer Studien für legitim halten und praktizieren, verwendet wird, findet immer mehr Zuspruch. Hierbei handelt es sich um eine Wortzusammensetzung aus den zwei griechischen Begriffen psyché, gleichbedeutend mit Hauch, Atem, Seele (als Träger bewusster Erlebnisse), und nautiké, gleichbedeutend mit Schiffahrtskunde, respektive naus, gleichbedeutend mit Schiff.
Die Kunst der Psychonautik wird zumeist in ritualisierter Form durch erfahrene Psychonautiker an noch unerfahrene Interessierte weitergegeben. Die erste psychedelische Reise eines Psychonautikers hat oft den Charakter einer zeremoniellen Einweihung in zuvor nicht erahnte Dimensionen des Bewusstseins. Die durch transzendente, ekstatische und mystische Erfahrungen ausgelösten Wahrnehmungs- und Bewusstseinswandlungen, die durch eine Erweiterung der Wahrnehmung und des Bewusstseinszustandes gekennzeichnet sind, haben nicht selten prägenden Charakter für die Persönlichkeitsentfaltung. Deshalb ist es von Vorteil, wenn der Reiseleiter ein erfahrener und vertrauenswürdiger Psychonautiker ist, um den Novizen sicher und sanft zu seinem selbst gesetzten Ziel geleiten zu können.
Das auf einer psychonautischen Reise wahrgenommene transzendente Erlebnis übersteigt oft die Grenzen der Erfahrung und des sinnlich Erkennbaren. Das Wort transzendent ist eine Zusammensetzung aus dem lateinischen Verb scandere (steigen, besteigen, zu etwas hinaufsteigen) und der Präposition trans (jenseits, über). Transzendenz ist ein Prozess vorübergehender Natur bei dem man weit über das Alltagsbewusstsein hinausgehen kann, doch der Zustand veränderten Bewusstseins ist dabei immer zeitlich begrenzt. Im Gegensatz dazu ist die Transformation, die Umwandlung, die Umgestaltung oder die Umformung eine dauerhafte Veränderung in den Strukturen und Funktionen des Bewusstseins.
Eine grenzenlose (religiöse) Verzückung im Zusammenklang mit der höchsten Begeisterung erlebt man auf einer psychonautischen Reise nicht selten im Zustand der Ekstase. Der Begriff Ekstase wurde im 16. Jahrhundert dem gleichbedeutenden kirchenlateinischen Wort ecstasis (griechisch ékstasis: das Aussichheraustreten, das Außersichgeraten, die Verzückung entlehnt. Das Wort Ekstase fundiert in der griechischen Präposition ex: aus, heraus und dem griechischen Verb hístánai: setzen, stellen, legen respektive hístastai: sich setzen, sich stellen, sich legen. Das entsprechende lateinische Verb heißt statuere, von dem die lateinischen Worte status: das Stehen, das Stillstehen und statua: das Standbild, die Bildsäule abgeleitet sind. Somit bedeutet Ekstase wörtlich ex-stasis – aus dem statischen Zustand, dem gewöhnlichen Bewusstseinszustand, herausgetreten sein. Die Ekstase ist eine transzendente Erfahrung und von einer Entrückung des Geistes von allen Sinneseindrücken gekennzeichnet wie auch vom Fehlen des Gegensatzes der Außenwelt zum Ich. Der Ekstatiker erlebt ohne Gebrauch seiner Sinne die unmittelbare Verschmelzung mit dem Göttlichen und ist in der Ekstase eine Einheit mit der Gottheit.
Mystische Erfahrungen auf psychonautischen Reisen beflügeln das Bewusstsein, alle Dimensionen der Welt zu transzendieren. Nach der Welle der Mystik im antiken Griechenland im 6. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung erlebten die Eleusinischen Mysterien in Attika durch den Dionysoskult und den Orphischen Kult eine wahre Hochblüte. An den Zeremonien, den Orgien (von griechisch órgia, gleichbedeutend mit heiliger Handlung) durften nur Eingeweihte teilnehmen, denn die Mysterien waren Geheimkulte. Die ebenso geheime kultische Weihe nannte man mystérion und den speziell in die (Dionysischen) Eleusinischen Geheimlehren Eingeweihten nannte man mýstes, ein Name, der von dem Verb mýein (einweihen in die Mysterien), unterweisen, unterrichten) abgeleitet ist. Der Mystiker schließt seine leiblichen und geistigen Augen für die Dinge der Sinnenwelt und für die Logik des Verstandes, während er sich unvorstellbaren und unfassbaren Gewalten anvertraut und sich im Rausch der Ekstase mit dem höchsten Wesen jenseits von Sein und Nichtsein vereinigt.
Weltkulturerbe
Die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (englisch United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization, UNESCO) ist eine internationale Organisation und gleichzeitig eine der 16 rechtlich selbstständigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen (UN). Sie hat ihren Sitz in Paris (Frankreich). Derzeit sind 193 Staaten in der UNESCO vertreten. Das von der UNESCO erfasste Welterbe setzt sich aus dem Weltkulturerbe und dem Weltnaturerbe zusammen und wird allgemein als »UNESCO-Welterbe« bezeichnet. Grundlage ist das 1972 in Paris verabschiedete »Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt«, das 1975 in Kraft trat.
Die UNESCO hat in drei Proklamationen in den Jahren 2001, 2003 und 2005 insgesamt 90 besonders erhaltenswerte immaterielle Kulturgüter aus allen Weltregionen zu »Meisterwerken« ernannt und 2003 ein »Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes« getroffen. Nachdem 30 Staaten es ratifiziert hatten, trat es zum 20. April 2006 in Kraft. Die Schweiz hat das von der UNESCO-Generalkonferenz am 17. Oktober 2003 verabschiedete Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes am 16. Juli 2008, die Republik Österreich am 9. April 2009 ratifiziert, die Bundesrepublik Deutschland hingegen noch nicht, da die Kompetenzen zwischen dem Bund und den einzelnen Bundesländern diesbezüglich noch nicht abgeklärt werden konnten. Mit dem Programm »Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit« wird das Welterbeprogramm ergänzt.
Laut dem UNESCO-Übereinkommen zählen zum immateriellen Kulturerbe »Praktiken, Darbietungen, Ausdrucksformen, Kenntnisse und Fähigkeiten – sowie die damit verbundenen Instrumente, Objekte, Artefakte und Kulturräume –, die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Individuen als Bestandteil ihres Kulturerbes ansehen.«
In dem Übereinkommen heißt es: »Dieses immaterielle Kulturerbe, das von einer Generation an die nächste weitergegeben wird, wird von Gemeinschaften und Gruppen in Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, ihrer Interaktion mit der Natur und ihrer Geschichte fortwährend neu geschaffen und vermittelt ihnen ein Gefühl von Identität und Kontinuität. Auf diese Weise trägt es zur Förderung des Respekts vor der kulturellen Vielfalt und der menschlichen Kreativität bei.«
Der Gebrauch psychotrop wirkender Substanzen findet im allgemeinen gemeinschaftlich in speziellen Kulturräumen statt und wird von den praktizierenden Psychonautikern als festen Bestandteil ihrer Lebenskultur respektive ihres Kulturerbes angesehen. Die Kunst der Psychonautik wie auch die dazugehörigen Einweihungsriten werden bis heute von einer Generation an die nächste weitergegeben. Die Riten werden von Gemeinschaften und Gruppen in Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, ihrer Interaktion mit der Natur und ihrer Geschichte fortwährend neu geschaffen und vermitteln den daran teilhabenden Menschen ein Gefühl von Identität und Kontinuität. Auf diese Weise tragen die unterschiedlichen Riten für den Gebrauch unterschiedlich wirkender Substanzen im Bereich der Psychonautik zur Förderung des Respekts vor der kulturellen Vielfalt und der menschlichen Kreativität bei. Gemäß Definition im UNESCO-Übereinkommen gehören somit die Riten aus dem Bereich der Psychonautik eindeutig zum Weltkulturerbe und gehören somit auch in den Schutzbereich des UNESCO-Übereinkommens.
Psychonautik als Weltkulturerbe
Das Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes aus dem Jahre 2003 definiert als immaterielles Kulturerbe Praktiken, Darbietungen, Ausdrucksformen, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie die damit verbundenen Instrumente, Objekte, Artefakte und Kulturräume, die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Individuen als Bestandteil ihres Kulturerbes ansehen. Man hat sich also für Arbeitsdefinitionen entschieden, die neben der Beschreibung der Kulturformen den Aspekt der Lebensfähigkeit des immateriellen Kulturerbes und seine Bedeutung für die jeweiligen Gesellschaften ins Zentrum rücken.
Die Riten der Psychonautik sind ein immaterielles Kulturerbe. Die Lebensfähigkeit dieser Riten kann nur gewährleistet werden, wenn es für die Zelebrierung dieser Riten geschützte Räume gibt. Diese Gewährleistung ist heute nicht gegeben, da in den allermeisten Staaten dieser Welt der Umgang mit psychotrop wirkenden Substanzen strafrechtlich verfolgt wird und Orte, wo diese Riten zelebriert werden, nicht selten von der Polizei heimgesucht werden. Ursache hierfür ist die Tatsache, dass die Naturwissenschaft, insbesondere die Medizin, derzeit bewusstseinserweiternde Erfahrungen als rein subjektive Erfahrungen einstuft. Bewusstseinserweiternde Erfahrungen sind noch nicht einer allgemein anerkannten wissenschaftlichen Untersuchung zugänglich und über ihren Erlebniswert hinaus haben sie für Schulmediziner keine objektiv diskutierbare Bedeutung. Das Persistieren bewusstseinserweiterter Zustände wird aus medizinischer Sicht manchmal auch als krankhaft betrachtet.
Es gibt jedoch auch Mediziner, die außergewöhnliche Bewusstseinszustände, die durch die Einnahme psychotrop wirkender Substanzen hervorgerufen werden, als einen gut zu nutzenden Segen für die menschliche Gesundheit respektive für das menschliche Wohlbefinden werten. Dies zeigte sich beispielsweise auf einem Symposium zum 100. Geburtstag von Albert Hofmann, bei dem der Entdecker der Substanz LSD mehrfach auf dem Podium bereitwillig und mit viel Humor Fragen beantwortete. Einerseits ist heute nach mehr als sechs Jahrzehnten nach der Synthese durch den Chemiker Albert Hofmann im Jahre 1938 die Substanz LSD in einem zutiefst ambivalenten Ruf und in allen Ländern der Erde ist sie verboten, andererseits gibt es genauso lange währende Bemühungen, das potente Psychedelikum als Medikament oder sakralen Bewusstseinsfahrstuhl einsetzen zu dürfen. Auf dem Symposium in Basel wurden die Bemühungen für einen legalen und geregelten Einsatz von LSD in Medizin, Therapie und im Rahmen von Ritualen diskutiert. Das Symposium stand unter dem Patronat von Institutionen wie zum Beispiel »The Beckley Foundation« (UK), die die britische Regierung und die UNO in Drogenfragen berät; die »Gesellschaft für Arzneipflanzenforschung« (A); das »Europäische Collegium für Bewusstseinsstudien (ECBS)« (DE); die »Schweizerische Ärztegesellschaft für Psycholytische Therapie (SÄPT)« (CH) und die »Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies (MAPS)« aus den USA. Der wissenschaftliche Bereich war im weiteren vertreten durch das »Heffter Research Center« an der Psychiatrischen Universitätsklinik in Zürich sowie das »Heffter Research Institute« aus Santa Fe.
In der Medizin und im Rechtswesen werden psychotrop wirkende Substanzen oft unter dem Oberbegriff Betäubungsmittel subsumiert, obwohl viele dieser Substanzen keine betäubende Wirkung entfalten können. Der medizinische Fachausdruck für Betäubungsmittel, Anästhetikum, ist aus der Negationsform an-aisthétikós abgeleitet und bedeutet nicht fühlbar, nicht empfindbar und nicht wahrnehmbar. Der Begriff Ästhetik kommt von griechisch aisthéstai (fühlen, empfinden und wahrnehmen), respektive von aisthétikós (zum Wahrnehmen fähig).
Ein bereits vor Beginn eines außergewöhnlichen Bewusstseinszustandes gegebenes hohes Potenzial der Empfindungsfähigkeit für das sinnlich wahrnehmbar Schöne (das Ästhetische) verstärkt die Wahrscheinlichkeit einer intensiven Erlebnisfähigkeit bei einer psychonautischen Reise. Da LSD beispielsweise die Erlebnisintensität im gleichen Bereich verstärkt, und zwar deutlich, hat LSD eine starke Wesensverwandtschaft mit der Eigenschaft zur erhöhter Feinfühligkeit und Empfindsamkeit, also etwas, das ein sensibles und gut funktionierendes Nervensystem voraussetzt. LSD bewirkt somit haargenau das Gegenteil von dem, was man von einem Betäubungsmittel (Anästhetikum) erwartet, einer Minderung oder Ausschaltung der sensorischen Feinfühligkeit.
Wie schon erwähnt, ist der Fachbegriff für Betäubungsmittel, Anästhetikum, als Negation zum Begriff Ästhetik gebildet worden und bedeutet nicht empfinden, nicht wahrnehmen. Es ist somit völlig widersprüchlich und unlogisch, LSD als Betäubungsmittel zu bezeichnen, da diese Substanz die Sinne anregt und das Wahrnehmungsspektrum stimuliert und erweitert und nicht, wie ein echtes Betäubungsmittel, das Potenzial für Reizempfindungen dämpft und betäubt. LSD ist ein Ästhetikum und kein Anästhetikum.
Die heutige Betäubungsmittelgesetzgebung basiert somit auf falschen Vorgaben respektive falschen Voraussetzungen, was ein gewichtiger Grund für ihre Ineffizienz ist. Statt die Gebraucher psychotrop wirkender Substanzen zu diskriminieren, sollte man in einem kulturell eingebetteten Rahmen den Umgang mit diesen Substanzen zulassen. Hierbei gilt es Drogenkompetenz und Drogenmündigkeit zu fördern, damit ein vernünftiges Risikomanagement zur Schadensminderung machbar wird. Zudem muss es für die Riten der Psychonautik geschützte Räume geben, damit das Erfahrungswissen betreffend psychotroper Substanzen und ihrer Wirkungen weitergegeben werden kann. Nur so kann das Individuum auf lange Sicht Drogenautonomie erlangen. Autonomie respektive Selbstbestimmung ist das Gegenteil von Abhängigkeit respektive Fremdbestimmung. Drogenautonomie ist somit das Gegenstück zu Drogenabhängigkeit, und zur Drogenautonomie gehört die Tradierung der psychonautischen Riten, damit dieses Erfahrungswissen respektive dieses immaterielle Kulturerbe weiterhin von Generation zu Generation weitervererbt werden kann.
Immaterielles Kulturerbe findet sich in vielen Bereichen gesellschaftlicher Praktiken, Rituale und Feste; zum Beispiel Bräuche, Traditionen und Spiele im Zusammenhang mit Jahreszeiten oder Naturphänomenen, Umzüge, Paraden, Prozessionen, Fastnachtsbräuche, traditionelle Lebensweisen und Fertigkeiten. Auch Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum gehören dazu; zum Beispiel Kosmologien, Wissen über Heilpflanzen und ihre Anwendung, Aussaatkalender. Alle hier genannten Bereiche wurden und werden im Rahmen des UNESCO-Welterbes seitens diverser Regierungen diskutiert, der Bereich der psychonautischen Riten fehlt jedoch in den amtlichen Auflistungen, obwohl diese Riten zu den ältesten Traditionen des kulturellen Welterbes zählen.
Psychonautik als Teil der Bewusstseinskultur betrifft bei weitem nicht nur die Partykultur oder den hedonistischen Gebrauch psychotrop wirkender Substanzen, sondern vor allem den Gebrauch dieser Substanzen im Rahmen religiöser Riten und im Rahmen des Gesundheitswesens zur Erhaltung und Wiederherstellung von physischer und psychischer Gesundheit. Der Wissenschaft steht hiermit ein großes Betätigungsfeld offen. Und für Politiker stehen somit vielfältige Varianten zur Verfügung, psychonautische Riten für das immaterielle Weltkulturerbe vorzuschlagen.
Das durch die Konvention geschützte immaterielle Kulturerbe
Das durch die Konvention geschützte immaterielle Kulturerbe
- wird von einer Generation an die nächste weitergegeben;
- wird von Gemeinschaften und Gruppen in Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, ihrer Interaktion mit der Natur und ihrer Geschichte ständig neu geschaffen;
- vermittelt den Gemeinschaften und Gruppen ein Gefühl von Zugehörigkeit und Kontinuität;
- trägt zur Förderung des Respekts vor der kulturellen Vielfalt und der menschlichen Kreativität bei;
- steht im Einklang mit den bestehenden internationalen Menschenrechtsinstrumenten;
- basiert auf der Zielsetzung der wechselseitigen Achtung zwischen Gemeinschaften, Gruppen und Individuen;
- ist Element einer Strategie nachhaltiger Entwicklung.
Seit geraumer Zeit werden psychonautische Riten nicht selten im Rahmen von Partys zelebriert. Dies war bei den Festlichkeiten auf dem Monte Verità über Ascona am Lago Maggiore im Kanton Tessin in den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts ebenso der Fall wie bei den von den Hippies veranstalteten Partys in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wie auch bei den derzeit im Umfeld der Techno- und Trance-Bewegung organisierten Partys. Die Partys bilden einen Rahmen für eine Erhöhung der Lebensfreude durch Tanz, Ekstase und andere Lustbarkeiten. Diese Kunst des Feierns mit dem Aspekt der Erreichung außergewöhnlicher Bewusstseinszustände wird von einer Generation an die nächste weitergegeben und wird von Gemeinschaften und Gruppen in Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, ihrer Interaktion mit der Natur und ihrer Geschichte ständig neu geschaffen.
Goa-Partys beispielsweise vermitteln den Teilnehmenden ein Gefühl von Zugehörigkeit und Kontinuität und tragen zur Förderung des Respekts vor der kulturellen Vielfalt und der menschlichen Kreativität bei.
Das Leitmotiv der Menschenrechte, das in Artikel 4 der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte am 26. August 1789 festgeschrieben wurde, lautet: »Die Freiheit besteht darin, alles tun zu dürfen, was einem anderen nicht schadet: Die Ausübung der natürlichen Rechte eines jeden Menschen hat also nur die Grenzen, die den anderen Mitgliedern der Gesellschaft den Genuss eben dieser Rechte sichern.« Das heißt, in der Formulierung von Georg Büchner ausgedrückt: »Jeder muss in seiner Art genießen können, jedoch so, dass keiner auf Unkosten eines andern genießen oder ihn in seinem eigentümlichen Genuss stören darf.« Partys, die einen sicheren Rahmen für psychonautische Riten bieten, stehen somit im Einklang mit den Grundlagen der Menschenrechte, da bei diesen Riten kein Dritter zu Schaden kommt. Zudem sind solche Partys Elemente einer Strategie nachhaltiger Entwicklung, da die Erweiterung des Bewusstseins mittels Einnahme psychotrop wirkender Substanzen im Partykontext im allgemeinen auf der Zielsetzung der wechselseitigen Achtung zwischen Gemeinschaften, Gruppen und Individuen basiert. Goa- und Trance-Partys beispielsweise erfüllen alle Kriterien, die in der UNESCO-Konvention genannt werden, damit etwas als immaterielles Kulturerbe klassifiziert werden kann.
Ziele des Übereinkommens
Ziele des Übereinkommens sind
- die Bewahrung des immateriellen Kulturerbes;
- die Sicherung des Respekts vor dem immateriellen Kulturerbe der betreffenden Gemeinschaften, Gruppen und Individuen;
- die Förderung des Bewusstseins für die Bedeutung des immateriellen Kulturerbes und seiner gegenseitigen Wertschätzung auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene;
- die Förderung der internationalen Zusammenarbeit und Unterstützung.
Die wichtigsten pharmakologischen Auslöser außergewöhnlicher Bewusstseinszustände sind die sogenannten entheogenen Drogen, gefolgt von den entaktogenen Drogen. Entheogene Drogen sind Substanzen, die das Göttliche in einem entstehen und gewahr werden lassen. Der Begriff entheogen ist aus den drei griechischen Wörtern en (innen), theós (Gott, Gottheit) und gen (generieren, erzeugen) zusammengesetzt. Zu den wirksamsten entheogenen Substanzen zählen die auch als Halluzinogene bezeichneten Indolderivate LSD (Lysergsäurediethylamid), DMT (Dimethyltryptamin), DET (Diethyltriptamin) und Psilocybin wie auch die Phenethylamine Meskalin und 2C-B.
Als entaktogene Drogen bezeichnet man Substanzen, die das innere Gefühl und Empfinden steigern. Der Begriff ist von dem lateinischen Wort für Berührung, Tastsinn und Gefühl, tactus abgeleitet. Zu den klassischen entaktogenen Substanzen zählen die drei Methylendioxyamphetamine MDMA (Ecstasy), MDE (Eve) und MBDB (Eden), wobei MDMA wegen seiner speziellen Wirkung auch als empathische Droge, also als eine Droge, die Bereitschaft und Fähigkeit fördert, sich in die Einstellung anderer Menschen einzufühlen, bezeichnet wird.
Die Einnahme von Substanzen zum Herbeiführen von außergewöhnlichen Bewusstseinszuständen erfolgt meistens gemäß alten Traditionen in ritualisierter Form. Ein willkürliches Einnehmen dieser Substanzen ohne Sinn und Verstand kann zu erheblichen individuellen und sozialen Problemen führen. Psychonautische Riten, angeleitet von erfahrenen Psychonautikern, mindern die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Problemen und dienen somit dem physischen und psychischen Gesundheitsschutz. Deshalb gilt es, das immaterielle Kulturerbe der psychonautischen Riten zu bewahren und den Gemeinschaften, Gruppen und Individuen, die diese Riten zelebrieren, den nötigen Respekt der Gesellschaft zu sichern und das allgemeine Bewusstsein für die Bedeutung dieser Riten zu fördern, damit die Wertschätzung dieser Riten auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene nicht mehr von einem einseitigen rein materialistischen Gedankengut getrübt wird.
Überlieferung des psychonautischen Weltkulturerbes
Das psychonautische Kulturerbe wird im allgemeinen von Mensch zu Mensch bei einer persönlichen Begegnung im Rahmen spezieller Riten weitergegeben. Wesentliche Elemente der psychonautischen Kultur werden somit mündlich überliefert. Drogenkompetenz erlangt man somit nicht nur durch Aneignung von Fachwissen über die Wirkungsweisen verschiedener Substanzen, sondern vor allem durch die Einbindung dieses Wissens in die Gestaltung der eigenen Konsummuster zur Heraus- und Weiterbildung der individuellen Genusskultur. Ohne diesen Lernprozess und ohne ausgeprägte Kultur des Genießens, das heißt ohne Drogenkompetenz, ist ein unproblematischer Konsum verschiedenster psychotroper Substanzen auf Dauer kaum oder gar nicht realisierbar. Der erste Schritt zur Erlangung dieser Drogenkompetenz ist die Aneignung von Fachwissen über psychoaktive Substanzen. Ein solches Fachwissen ist auch in Büchern dargestellt und kann durch Lesen erlernt werden.
Die öffentlich geschürte Angst vor psychotrop wirkenden Substanzen sitzt tief verankert im Bewusstsein vieler potentieller und praktizierender Drogengebraucher und ist somit oftmals ein nicht unbedeutender negativer Faktor im persönlichen Set. Diese Angst steht diametral dem unabdingbaren Wunsch gegenüber, mittels psychotrop wirkender Substanzen transzendentale Bewusstseinserfahrungen zu erleben. Es sind also nicht so sehr medizinische Gründe, die die Angst vor diesen Substanzen verursachen, sondern vielmehr die von der Gesellschaft auf das Individuum übertragene Angst, dass bei der Durchbrechung des Seelenpanzers Inhalte zum Vorschein kommen könnten, die unbekannt, respektive unvertraut sind und die das Bewährte und Selbstverständliche im eigenen Selbst in Frage stellen könnten. Der Ursprung dieses Angstszenarios liegt in der Tatsache begründet, dass mit dem Gebrauch von Rauschmitteln Bewusstseinszustände so verändert werden können, dass durch Variationen des bewussten Erlebens neue Einblicke in nicht alltägliche Wirklichkeiten und damit in andere Dimensionen von Erfahrungen eröffnet werden. Die Suche nach diesen Risikofaktoren im oben bezeichneten Bereich und die Versuche ihrer Vermeidung gehören mit zum Pflichtprogramm zur Erlangung von Drogenkompetenz. Hierbei spielt die Reflexion persönlicher Drogenerfahrungen eine zentrale Rolle.
Erfahrungen aus der Technokultur belegen, dass Technopartys ein äußerst beliebtes und oft genutztes Setting für die Einnahme psychotrop wirkender Substanzen sind. Dies liegt einerseits an der intensiven Gruppendynamik, die sich auf einem Dancefloor entwickelt und in der man sich geradezu laben kann, anderseits am Gefühl der Geborgenheit, das durch gemeinsames Erleben ekstatischer Zustände vermittelt wird. Störungen in dem subtilen Gefüge des Partysettings können nachhaltige negative Auswirkungen auf einzelne an der Party teilnehmende Personen verursachen, wobei es hierbei völlig belanglos ist, ob die Personen im Augenblick der Störung nüchtern oder unter Einwirkung bestimmter Drogen sind. Dies liegt in der Tatsache begründet, dass Menschen, die sich über Stunden hinweg in Trance und Ekstase (hinein) tanzen, äußerst sensibel und verletzlich sind. Das heißt, dass präventive Maßnahmen zur Verhinderung von Störungen im Kontext von Technopartiys nicht nur im Wohlergehen von Drogengebrauchern begründet sind, sondern zum Wohl aller getroffen werden müssen.
Das Problem besteht nun aber darin, dass ein solcher kollektiver genussorientierter Drogenkonsum gemeinsam erlernt werden muss und dass eben dieser Lernprozess unter den Bedingungen der Illegalität deutlich erschwert wird. Illegalität und Strafverfolgung sabotieren die Heraus- und Weiterbildung von soziokulturellen Regelwerken zur Erlangung von Drogenkompetenz, zerstören systematisch Konsumentengemeinschaften und verhindern nicht selten die Weitergabe von Erfahrungswissen. Zur Erlangung von Drogenkompetenz und Drogenmündigkeit gehört somit nicht nur das Studium von Drug, Set und Setting, sondern vor allem auch politische Arbeit und Engagement in Hinblick auf eine Neuregelung der Drogengesetzgebung, um den Drogenkonsum frei von Repression und gesellschaftlich integriert so unproblematisch wie möglich gestalten zu können, da die Art und das Ausmaß der Probleme, die aus verschiedenen Konsummustern entstehen können, vor allem auch vom Grad der Integration von Drogen in der Gesellschaft abhängig sind. Je informierter und offener mit Drogen und Drogenkonsum umgegangen wird, desto eher können informelle Reaktionen im Konsumenten- und Freundeskreis, in der Familie oder am Arbeitsplatz greifen und vor den potentiell immer möglichen negativen Auswirkungen von Drogenkonsum bewahren.
Drogenkonsum ist nicht grundsätzlich ein Problem, dem entgegengewirkt werden muss, sondern der Konsum psychotrop wirkender Substanzen ist als Phänomen wahrzunehmen, das unter bestimmten Voraussetzungen in die Lebenswirklichkeiten der Menschen integrierbar ist und dort einen berechtigten Platz haben kann. Voraussetzungen hierfür sind Drogenkompetenz als Basis eines autonom kontrollierten, sozial integrierten und vor allem genussorientierten Konsums sowie Drogenmündigkeit als Ausgangspunkt von Wert- und Handlungskriterien zur Partizipation von Drogenkonsumenten am Kultur- und Gesellschaftsleben.
Zu den Bewahrern des psychonautischen Weltkulturerbes zählen nebst den echten Schamanen und Zeremonienmeistern, die dieses Kulturgut persönlich übermitteln, ein paar wenige Fachverlage wie beispielsweise der Nachtschatten Verlag in Solothurn, der AT Verlag in Baden und der Verlag Werner Piepers MedienXperimente (Der Grüne Zweig; Die Grüne Kraft) in Löhrbach, die Informationen zur psychonautischen Kultur aus erster Hand veröffentlichen und somit allgemein zugänglich machen. In den Veröffentlichungen wird durch die Beschreibung der Kulturformen somit das Wissen um dieses Erbe in schriftlicher Form festgehalten und für nachfolgende Generationen erhalten. Dies kann die Lebensfähigkeit des immateriellen psychonautischen Kulturerbes zwar unterstützen, jedoch nur im begrenzten Ausmaß, da zur Lebensfähigkeit dieses Erbes eben auch die Praxis gehört.
Quellen und Literaturhinweise
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Cousto, Hans: Vom Urkult zur Kultur – Drogen und Techno, Solothurn 1995
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Wikipedia: Seite »Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit«, in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Bearbeitungsstand: 13. Juli 2009, 18:57 UTC
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Meisterwerke_des_mündlichen_und_immateriellen_Erbes_der_Menschheit&oldid=62173542
Wikipedia: Seite »Psychedelisch«, in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Bearbeitungsstand: 2. August 2009, 19:43 UTC
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Psychedelisch&oldid=62896972
Wikipedia: Seite »UNESCO-Welterbe«, in: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, Bearbeitungsstand: 10. August 2009, 18:41 UTC
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World Heritage Office (INAH), Mexico's National Commission for UNESCO (CONALMEX) Puebla 95, Col. R: Huichol Route through the sacred sites to Huiricuta (Tatehuari Huajuye), Date of Submission: 06.12.2004
http://whc.unesco.org/en/tentativelists/1959/

